KARRIERE MIT KIND
Junge Gyn
KARRIERE MIT KIND
Da die Zeit der Ausbildung auch oft mit der Zeit der Familiengründung zusammenfällt, wollen wir euch hier einige wichtige Basisinformationen geben. Leider wird nicht alles in jedem Bundesland gleich gehandhabt. Daher findet ihr unten stehend eine Liste mit Links, die euch mit weiteren detaillierten Informationen versorgt. Gerne stehen wir euch für Rückfragen zur Verfügung. Wir wünschen euch eine schöne Work-Life-Balance!
Eure jungeGyn.
Jung. Fachlich. Aktiv.
Rund um Schwangerschaft und Mutterschutz stellen sich viele arbeitsrechtliche Fragen – von der Bekanntgabe der Schwangerschaft über den Kündigungsschutz bis hin zu Wochengeld und Karenz. Die wichtigsten Informationen und weiterführende Beratungsangebote findet ihr übersichtlich auf der Website der Arbeiterkammer: arbeiterkammer.at/schwanger
Auch die Ärztekammern der einzelnen Bundesländer stellen auf ihren Webseiten umfangreiche Informationen rund um Schwangerschaft und Mutterschutz im ärztlichen Berufsalltag zur Verfügung. Neben den wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen finden sich dort häufig praxisnahe Informationen zu Themen wie Beschäftigungsbeschränkungen, Wochengeld, Karenz, Weiterbildung sowie Ansprechpartner:innen für individuelle Fragen. Es lohnt sich daher, die Website der jeweils zuständigen Landesärztekammer als ergänzende Informationsquelle zu nutzen.
Wien: aekwien.at/faq-familienplanung
Niederösterreich: arztnoe.at/wohlfahrtsfonds/schwangerschaft
Oberösterreich: aekooe.at/wohlfahrtskasse/beitraege/mutterschutz-und-karenz
Steiermark: aekstmk.or.at/anstellung-685/information-service-754/schwangerschaft-und-kind-769
Kärnten: aekktn.at/angestellte/mutterschutz/karenz
Salzburg: aeksbg.at/arztinfo/arzt-recht/mutterschutz-elternkarenz
Tirol: aektirol.at/mitgliederservice/anstellung/krankenhaus-und-mutterschutz
Vorarlberg: arztinvorarlberg.at/files/Files/AB/Beruf%20und%20Kind/Karenzmanagement%20Homepage.pdf
Ergänzend bietet die Österreichische Arbeitsinspektion einen umfassenden Leitfaden zum Mutterschutz am Arbeitsplatz. Dieser enthält nicht nur Informationen zu persönlicher Schutzausrüstung und Gefährdungsbeurteilungen, sondern auch eine übersichtliche Darstellung der zulässigen und unzulässigen Tätigkeiten während der Schwangerschaft. Damit stellt er sowohl für Arbeitnehmerinnen als auch für Arbeitgeber:innen eine wertvolle Orientierungshilfe im beruflichen Alltag dar Mutterschutz in der Gynäkologie und Geburtshilfe (Zum PDF)
OPERIEREN IN DER SCHWANGERSCHAFT
Immer mehr Frauen entscheiden sich für eine chirurgische Laufbahn. Dennoch führt das derzeitige österreichische Mutterschutzgesetz dazu, dass schwangere Ärztinnen ihre operative Tätigkeit nach Bekanntgabe der Schwangerschaft vollständig einstellen müssen. Dies bedeutet häufig eine Verlängerung der Facharztausbildung und kann die berufliche Entwicklung erheblich beeinträchtigen. Gleichzeitig melden viele Ärztinnen ihre Schwangerschaft aus Sorge vor Ausbildungsnachteilen erst verspätet, wodurch notwendige Schutzmaßnahmen nicht rechtzeitig greifen.
Eine österreichweite Umfrage unter mehr als 500 chirurgisch tätigen Ärztinnen und Ärzten, initiiert und durchgeführt von der ehemaligen Präsidentin der Jungen Gyn, Univ. FÄ Priv.-Doz. DDr. Nadja Taumberger, zeigte, dass sich 93 % der Teilnehmenden wünschen, auf freiwilliger Basis und unter klar definierten Sicherheitsmaßnahmen auch während der Schwangerschaft weiter operieren zu können.
Länder wie Deutschland haben entsprechende gesetzliche Regelungen bereits erfolgreich umgesetzt.
Die Studienautor:innen sprechen sich daher für eine Modernisierung des österreichischen Mutterschutzgesetzes aus, um sowohl die Sicherheit von Mutter und Kind als auch die Chancengleichheit in der chirurgischen Ausbildung zu fördern.
Paper: Sollen schwangere Ärztinnen operieren dürfen?
Umfassende Informationen über das Projekt Operieren in der Schwangerschaft (OpidS): opids.de initiiert vom Jungen Forum der deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie:
Fächerübergreifender Konsens: (Gynäkologie und Geburtshilfe Seite 26)
